Ein Plädoyer für mehr Gelassenheit

5.01.2222

Bevor Du diesen Artikel liest, möchte ich Dich bitten, Dir bewusst Zeit zu nehmen. Überflieg ihn bitte nicht im Gehen oder zwischendurch im Bus. Schaffe Dir einen Moment der Einkehr und Ruhe, 30 Minuten nur für Dich und die folgenden Zeilen.

Eine Frage der Gene?

Viele lernen es als Kinder von ihren Eltern. Manche Wissenschaftler behaupten gar, wie gelassen ein Mensch sei, bestimme zu 80 Prozent unser Erbgut. Andere wiederum sind sich darüber einig, dass sich Gelassenheit erst mit bewusstem Wahrnehmen und Handeln erlernen lässt. Ist dem wirklich so und falls ja – wie geht das?

Was ist eigentlich Gelassenheit? Gelassenheit bedeutet, auch in stressigen Situationen, in denen andere panisch oder gar aggressiv werden, die Ruhe zu bewahren, Ausgeglichenheit auszustrahlen und souverän zu agieren. Eben gelassen zu bleiben, anstatt voll Zorn zu rasen oder in tiefe Verzweiflung zu fallen. Dieser Geisteszustand gilt nicht nur als einer der sieben Schritte zur Erleuchtung im Buddhismus, sondern bildete schon für Platon einen Grundpfeiler für ein glückliches, im wahrsten Sinne heiteres, Leben.

Gelassenheit bedeutet Reflexion statt Emotion

 

Täglich prasseln Nachrichten auf uns ein. Unfälle aus aller Welt. Die Medien geilen sich im wahrsten Sinne an Tragödien und Katastrophen auf, denn nicht nur Sex verkauft sich gut. Leider auch Todeszahlen und Menschen in Not. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Gelassenheit bedeutet für mich, bewusst mit seiner eigenen Energie hauszuhalten. Darunter fallen für mich auch Emotionen: Denn sowohl positive als auch negative Emotionen kosten Energie. Leider geizen die Medien nicht mit negativen Emotionen, die bringen das Geld in die Verlags- und Medienhäuser. Wir haben es selbst in der Hand, was wir konsumieren, in welcher Dosis und Intensität. Ich finde es wichtig, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und dazu zählt auch, sich mit ihr global zu befassen. Dennoch habe ich während weniger Tage in Dänemark eines gelernt. Jeder sollte bei sich anfangen, vor der eigenen Haustür, wenn man so will.

Das ist ein wesentlicher Faktor zum persönlichen Glück. Fang bei Dir an, verstehe Deine Emotionen, aber nimm sie nicht zu wichtig. Denn wenn wir uns in Verzweiflung hineinsteigern, kann das viel zu schnell unseren Blick trüben für alles, was schön ist. In solchen Momenten sollten wir uns eher erlauben, diesen Lebensmoment als Teil eines Theaterstücks zu betrachten und im Zuschauerraum Platz zu nehmen. Denn mit etwas Abstand wirken viele Gefühlsausbrüche – sei es Wut, Eifersucht oder Neid – fast schon lächerlich und unnötig. Diese Art von Reflexion kann helfen, die Legitimität Deiner Emotionen an sich zu prüfen und Dich mit der Zeit wieder zu erden; zurück zum Zustand innerer Balance und mit gesunder Vernunft. Eben rational statt emotional. Klar ist: Das Leben braucht Emotionen. Glück, Liebe, Träume – und irgendwo gibt es dann auch die Gegenspieler Frustration, Lustlosigkeit oder Langeweile. Wer sich regelmäßig Zeit nimmt, seine Gefühlswelt zu reflektieren, lernt, sich in emotionalen Situation wieder zu besinnen.

„Ich kann nur kontrollieren, was ich kontrollieren kann.“

Denn sind wir einmal ehrlich: Allzu heftige Emotionen helfen nicht weiter. Denn sie blockieren uns in unseren Handlungen. Wer wie ein Schlosshund der sinkenden Titanic im Fernsehen hinterherheult kann die hübsche Kate – gut, für die Leserinnen sei auch Herr DiCaprio erwähnt – nicht retten. Wer hingehen handelt, kann neue Ufer unweit der Polkappen ansteuern und zu seinen Vorhaben aufbrechen. Lassen wir uns nicht nur von Emotionen leiten. Lenken wir sie stattdessen bewusst in Bahnen, die uns und unserem Handeln zugutekommen.

Gelassenheit bedeutet bewusster Konsum

Ein interessantes Experiment an der University of Virginia zeigt auf, auf welche Art sich manche Menschen Reizen aussetzen. Der Aufbau bestand lediglich aus einem leeren Raum, in dem die Probanden platznahmen, angeschlossen an einen kleinen Elektroschocker. Zwei Drittel der Männer und ein Viertel der Frauen zogen diese negativen, da scherzhaften Reize der Langeweile vor. Wie sieht es mit Dir aus? Hältst du es aus, still im Zimmer zu sitzen und einfach mal innezuhalten, Dir selbst bewusst zu sein, oder bestimmen Streamingdienste und Social Media Deinen Alltag. Kannst Du abschalten oder findest Du Katzenvideos und Trash TV immer noch besser als gar keine Reize?

Wer nicht bewusst konsumiert und sich einem permanenten medialen Grundrauschen aussetzt, läuft Gefahr, Momente der Stille, Zeit der Gedanken, Augenblicke der Ruhe und Atemzüge der Reflexion, irgendwann nicht mehr aushalten zu können. Ich denke, in diesem Bereich können wir alle dazu lernen. Achte mal darauf, wie oft am Tag Du unkontrolliert zum Smartphone greifst, sobald es kurz vibriert. Manchmal ist Stille eben doch angebracht, dann dürfen Nachrichten lautlos eingehen und werden dann gelesen, wenn es an der Zeit dafür ist.

Wir brauchen diese Phasen der Regeneration, in denen wir ganz bei uns und für andere nicht erreichbar sind. Auf einer Expedition durch das Hochgebirge oder während eines Törns über den Atlantik sind wir auch nicht erreichbar. Was spräche also dagegen, sich solche Momente regelmäßig zu gönnen – auch wenn wir nur beim Sport sind oder mit Freunden eine kurze Runde durch den Wald drehen. Wir können selbst steuern, ob wir täglich konsumieren oder ob wir bewusst verzichten und auf diese Weise mehr in Zeit für- und miteinander investieren, auf etwas hinarbeiten und auf diese Weise unsere Selbstdisziplin trainieren. Die wohl einfachste Variante lautet, regelmäßig offline zu gehen und die Zeit aktiv zu nutzen. Ein Spaziergang oder ein gutes Buch geben uns doch deutlich mehr.

Verwechsle diesen Punkt bitte nicht mit Entspannung. Ja, wir brauchen Entspannung, doch Gelassenheit kommt erst in unserem Tun zum Tragen. Sie stellt sich dann ein, wenn wir ausgeglichen handeln – nicht, indem wir uns verwöhnen lassen. Ich für meinen Teil erlebe Gelassenheit vor allem beim Segeln. Klare Ansagen und kontrollierte Handgriffe bestimmen das Miteinander an Bord. Wie eine Meditation, nur eben 100 Kilometer vor der Küste und nicht auf der Yogamatte. Diese Art von Erfahrung hilft wiederum im Alltag, klar Stellung zu beziehen, aber auch demütig zu bleiben und überlegt vor zu gehen. Welche Tätigkeit bedeutet für Dich Gelassenheit oder woraus ziehst Du Deine Referenzerlebnisse, um Gelassenheit tagtäglich zu leben?

Schaffe Dir selbst Momente, in denen Du Dich und den Moment bewusst und ohne jegliche Ablenkung wahrnehmen kannst. Das hilft, unser Denken und Tun generell noch intensiver zu erleben und zu kontrollieren. Meditieren beispielsweise stärkt enorm den Thalamus – den Bereich des Gehirns, in dem unsere Sinneseindrücke gebündelt werden. Die Schlüsselstelle also, wenn es um Aufmerksamkeit und Konzentration geht. Wir entscheiden stets selbst, ob wir uns von den strömenden Ereignissen im News Feed mitreißen lassen oder lieber bewusst mit unserer Energie haushalten und diese in andere Bahnen lenken.

Gelassenheit ist Abenteuer und Demut in einem

Ich habe diesen Artikel mit Absicht nicht reißerisch formuliert, sondern bewusst in seinem Ausgang offen gelassen. Denn in Punkto Gelassenheit sollte es keine „Top 3“ geben oder „Ultimative Tipps“. Gelassenheit beginnt im Hier und Jetzt. Wenn Du das gerade liest, nimm Dir kurz Zeit und hole Stift und Papier. Keine Sorge, ich warte. Spaß beiseite. Nichtsdestotrotz mache ich diese Übung immer wieder in Gedanken. Wenn mir ein Moment gefällt, dann überlege ich, für was ich gerade dankbar bin. Ich bin mir sicher, dass auch Du ohne große Schwierigkeiten viele Punkte und Aspekte aus Deinem Leben aufschreiben kannst, die Dich glücklich machen und für die Du dankbar bist. Ich schreibe hier nur aus meiner Erfahrung, denn ich bin die meiste Zeit weder Ghostwriter noch jemand, der anderen seine Meinung aufdrängen möchte. Ich bin jedoch davon Überzeugt, dass uns vor allem die spontanen Augenblicke, die kleinen Momente in Erinnerung bleiben: Spontanen Aktionen, die sich nie hätten planen lassen, die aber noch Jahre später präsent sind und letzten Endes in tiefer Dankbarkeit resultieren. Für den einen Moment, der bleibt.

Ist nicht jeder Tag ein Geschenk? Es scheint schon sehr paradox, dass ausgerechnet die Glücklichen oft unglücklich sind. Wie oft begegnen uns miesgelaunte Autofahrer, ungeduldige Leute, Miesepeter oder im Zweifelsfall alles zusammen an einem schönen Nachmittag während einer Fahrt auf der Autobahn. Klar ist, dass jeder gute und schlechte Tage hat. Manchmal fühlen wir uns einfach antriebslos, das Wetter, unser Hormonhaushalt – ja, das soll tatsächlich auch Männer betreffen – oder es kommt einfach alles zusammen. Wenn es Dir gerade so geht, umso besser. Hier sind meine Anregungen, wie sich solche Tage auf ein Minimum reduzieren werden. Einfach auf Grund anderer Gewohnheiten. Gewohnheiten, die uns allen gut tun. Wir sollten viel mehr die kleinen, echten Momente schätzen anstatt nach Perfektion zu streben. Wir leben in einer Zeit des digitalen Vergleichs voller oberflächlicher Bilder und inszenierten Idealismus. Was ist überhaupt noch echt? Nun ja, das echte Leben findet offline statt. In der Natur, in der Fußgängerzone, im Hier und Jetzt. Und nicht auf Instagram.

Perfektionismus ist in gewisser Dosis eine Art Ansporn. Musiker wollen eine tolle Show präsentieren, Schriftsteller einen spannenden Krimi in die Tastatur tippen und Bäcker eine leckere Brezel backen. Wenn wir jedoch nach unerreichbaren Idealen streben und uns selbst dafür aufopfern, dann zermürbt das nicht nur, es zerstört am Ende. Warum denkst Du, nehmen sich heute immer noch Menschen das Leben, nur weil Medien und Gesellschaft ihnen eintrichtern, sie seien nicht gut genug?!

Solche dramatischen Tode sind leider kein Einzelfall. Die Wurzel ist oft destruktiver, extremer Perfektionismus. Ein Perfektionismus, der dazu führt, dass dem Leben jegliche Gelassenheit abhandenkommt, ja förmlich durch falsche Vorstellungen geraubt wird.

Wir sollten uns nie mit anderen Vergleichen. Denn wir sind alle ein Unikat! Ein verdammt tolles, wenn man so will, denn niemand auf der ganzen Welt ist so wie Du. Du bist ein einzigartiger Mensch. Du kannst nur Dinge, die Du kannst und Du darfst stolz auf Dich sein. Und genau auf das, was Du tust und wie Du anderen damit schöne Momente bescherst, solltest Du Deine Aufmerksamkeit richten. Schreib solche Erlebnisse gerne auch auf.

Was hat nun also der Bäcker, der jeden Tag leckere Brezeln bäckt, anstatt sich seinen Kopf über die perfekte Donauwelle zu zerbrechen? Er ist ein funktionaler Perfektionist und richtet seine Aufmerksamkeit darauf, dass er schon viele Tausende leckerer Brötchen gebacken hat und jeden Tag glückliche Kunden sein Geschäft verlassen. Er möchte seinen Ansprüchen gerecht werden, begnügt sich aber auch damit, dass manchmal weniger Leute kommen. Er feiert die kleinen Erfolge und hat keine Angst, Fehler zu machen. Weil er weiß: Ich kann mich auf mich verlassen.

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist jeder Wind ein ungünstiger.“ (Lucius Annaeus Seneca)

Dysfunktionale Perfektionisten richten ihren Fokus ausschließlich darauf, was passieren könnte, wenn sie versagten. Unter dieser irreführenden Perspektive hat kaum etwas die Chance, je als gelungen gesehen zu werden. Alles, was sie tun, wird als falsch wahrgenommen, und anstelle von Freude über Erreichtes motiviert und dominiert Angst vor dem Versagen. Ich möchte Dich einladen, Deiner Selbstwahrnehmung auf die Spur zu kommen. Was hast Du heute geschafft, welche kleinen Wunder hast Du bewirkt? Hast Du der netten Verkäuferin in der Bäckerei ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, den Tag mit einem Lächeln begrüßt? Schärfe Deinen Blick für Gelungenes, für die schönen Momente, die kleinen Augenblicke, die den Alltag bereichern. Und mach Dir bewusst, dass Fehler das beste sind, was passieren kann. Denn wir sind keine Maschinen. Wir leben.

Gelassenheit bedeutet Grenzen ohne Gleichgültigkeit 

Wir alle haben Schwächen und Grenzen. Physisch bedingte Grenzen oder einfach auf Grund unserer Interessen. Die meisten dieser Grenzen empfinden wir nicht als Einschränkung. Für mich zum Beispiel ist es geradezu eine Wohltat, nicht Mitglied in einem Häkelkreis zu sein. Weil diese Tätigkeit außerhalb meiner Interessengebiete liegt. Beide Seiten gewinnen. Ich sitze nicht verzweifelt neben Gudrun und Edeltraut und die beiden können weiter ohne mich ihrem Hobby frönen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Grenzen, die uns im wahrsten Sinne einschränken. Grenzen, die wir wie Ballast empfinden, die uns stören, wie ein wunder Punkt. Gibt es so einen Bereich bei Dir, der Dich in Deinem Tun einschränkt? Falls ja: Arbeite daran und suche Dir Unterstützung, sobald Du dieses bestimmte Thema in Angriff nehmen willst. Denn es gibt nichts Schöneres, als eigene Grenzen neu auszuloten und an seinen Aufgaben zu wachsen. Wir können Dinge akzeptieren oder ändern.

Schwächen und Grenzen zu kennen, sorgt für mehr Zufriedenheit und Du beugst Überforderung vor. Gelassen aber nicht gleichgültig. Nur weil Du Deine Schwäche erkennst und akzeptierst, muss das nicht gleich heißen, dass Du Dich derer nicht annimmst. Du darfst an Dir arbeiten und neue Gewohnheiten schaffen. Denn wenn wir Probleme einfach hinnehmen ist das genauso ein Treiber von Unzufriedenheit wie übertriebener Perfektionismus. Arbeite an Dir, hab keine Angst, neue Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen, an ihnen zu wachsen und Du wirst sehen, dass es sich lohnt. Die Erfahrung, Ängste zu überwinden und an Herausforderungen zu wachsen, gibt enorme Sicherheit und Souveränität. Zwei wichtige Zutaten zu einem Mehr an Gelassenheit und Selbstvertrauen.

Falls du es noch etwas bildhafter brauchst, sehr gerne: In Situationen, in denen wir die Wahl haben, zu wachsen und für uns einzustehen, geht es im Wesentlichen nur darum, ob wir bereit sind, etwas riskieren, um die süßen Früchte des Lebens zu genießen, oder ob wir uns treiben lassen und letzten Endes als bedürftiges Fallobst auf dem Boden verfaulen. Klingt provokativ für Dich? Nutze diese Emotion als Impuls für Dich, weiterhin Deine Vorhaben umzusetzen. Oder hättest Du als Kind aufgehört, das Laufen zu üben, wenn Dir jemand gesagt hätte, dass das eine Schwäche sei, die Du auch einfach akzeptieren könntest?!

Du entscheidest zu jedem Zeitpunkt, was Du Dir wert bist. Denn Gelassenheit heißt nicht, eine Alles-ist-egal-Haltung einzunehmen. Bist Du jemand, der aufgibt oder gehst Du mit Zuversicht und Gelassenheit neue Aufgaben an? Wir dürfen uns über manche Dinge den Kopf zerbrechen, aber wir dürfen bei vielen anderen auch gelassen bleiben. Alles beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn Du Dich traust, diesen zu setzen, ergibt sich der Rest oft von allein. Wenn Du regelmäßig in Dich gehst, deine Vorstellungen ordnest und Deinen inneren Kompass dadurch die Möglichkeit gibt, sich neu auszuloten.

Von Natur aus gut

Nichts gibt uns so viel Energie wie Nähe zur Natur. Wenn wir uns Zeit nehmen, regelmäßig eine Runde an der frischen Luft – auf dem Feld oder im Wald – zu drehen, bekommen wir den Kopf frei. Mir hilft es immer, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, unterwegs zu sein. Besonders am frühen Morgen oder Abend, wenn die Natur sich in all ihrer Pracht und Vielfalt zeigt, wird mir bewusst, welches Geschenk uns die Erde in ihrer unbeschreiblichen Schönheit tagtäglich macht. Und wie klein und unbedeutend viele unserer Probleme im Alltag eigentlich sind. Die Natur lehrt uns, welchen Platz wir in ihr einnehmen, ermutigt uns, in ihr aufzugehen oder beschwichtigt uns, wenn wir uns mal wieder zu wichtig nehmen. Sie ist aus meiner Sicht daher der Schlüssel zu innerer Ausgeglichenheit und Zuversicht. Entspannung funktioniert nur dann wirklich, wenn es auch Spannung gibt. Dazu gehört für mich, Herausforderungen anzunehmen, Abenteuer zu erleben, Neues zu lernen, Ängste zu überwinden und Sport. Denn Sport macht den Kopf frei. Sport kann Abenteuer und Überwindung zugleich sein und der Schlüssel zu tiefer Entspannung. Danach wohlgemerkt. Denn was spricht dagegen, nach einer gemeinsamen Runde durch den Wald gemeinsam unter die Dusche zu springen. Oder nach einem Abend am Lagerfeuer, wenn es ohnehin die ganze Zeit schon knistert. Moment. Bevor die Zeilen in die falsche Richtung abdriften und wir uns in einem schlechten Rosamunde Pilcher-Abklatsch wiederfinden, lasst mich zum Schlusswort kommen.

Gelassenheit erlangen wir dann, wenn wir mit uns im Reinen sind. Uns selbst annehmen und Selbstliebe mit ehrlicher Überzeugung leben. Hierzu leisten Bewegung und Natur einen wichtigen Beitrag, aber auch bewusste Präsenz und Zeit für uns. Gelassenheit kommt auch durch Selbstsicherheit und Vertrauen in die eigene mentale und physische Stärke. Denn das Wissen darüber und positive Erfahrungen daraus, eigene Hürden überwunden und Blockaden gelöst zu haben, setzen enorme Kräfte frei.

Schwächen und Grenzen zu kennen, sorgt für mehr Zufriedenheit und Du beugst Überforderung vor. Gelassen aber nicht gleichgültig. Nur weil Du Deine Schwäche erkennst und akzeptierst, muss das nicht gleich heißen, dass Du Dich derer nicht annimmst. Du darfst an Dir arbeiten und neue Gewohnheiten schaffen. Denn wenn wir Probleme einfach hinnehmen ist das genauso ein Treiber von Unzufriedenheit wie übertriebener Perfektionismus. Arbeite an Dir, hab keine Angst, neue Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen, an ihnen zu wachsen und Du wirst sehen, dass es sich lohnt. Die Erfahrung, Ängste zu überwinden und an Herausforderungen zu wachsen, gibt enorme Sicherheit und Souveränität. Zwei wichtige Zutaten zu einem Mehr an Gelassenheit und Selbstvertrauen.

Falls du es noch etwas bildhafter brauchst, sehr gerne: In Situationen, in denen wir die Wahl haben, zu wachsen und für uns einzustehen, geht es im Wesentlichen nur darum, ob wir bereit sind, etwas riskieren, um die süßen Früchte des Lebens zu genießen, oder ob wir uns treiben lassen und letzten Endes als bedürftiges Fallobst auf dem Boden verfaulen. Klingt provokativ für Dich? Nutze diese Emotion als Impuls für Dich, weiterhin Deine Vorhaben umzusetzen. Oder hättest Du als Kind aufgehört, das Laufen zu üben, wenn Dir jemand gesagt hätte, dass das eine Schwäche sei, die Du auch einfach akzeptieren könntest?!

Du entscheidest zu jedem Zeitpunkt, was Du Dir wert bist. Denn Gelassenheit heißt nicht, eine Alles-ist-egal-Haltung einzunehmen. Bist Du jemand, der aufgibt oder gehst Du mit Zuversicht und Gelassenheit neue Aufgaben an? Wir dürfen uns über manche Dinge den Kopf zerbrechen, aber wir dürfen bei vielen anderen auch gelassen bleiben. Alles beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn Du Dich traust, diesen zu setzen, ergibt sich der Rest oft von allein. Wenn Du regelmäßig in Dich gehst, deine Vorstellungen ordnest und Deinen inneren Kompass dadurch die Möglichkeit gibt, sich neu auszuloten.

Gelassenheit bedeutet Spaß im Leben 

Für Interessen einzustehen, für Dich einzustehen, heißt, dass Du ein klares Profil formen wirst. Ein Profil aus Interessen und Meinungen, klare Grenzen oder neu ausgelotete Grenzen, die Dich als Charakter definieren. Falls Du Angst hast, Leuten missfallen zu können, dann lies Dir diesen Beitrag nochmal genau durch. Gerade dann, wenn wir unseren Standpunkt klar formulieren und uns unserer Selbst klar bewusst sind, kann das passieren. Wer bedürftig ist, wird vermutlich nie anecken. Vermutlich aber auch nie die Sonnenseite des Lebens kennen lernen. Stichwort Fallobst und so.

Gut, ich gebe zu. Wir haben Herbst und die Eichhörnchen fressen mir die Walnüsse weg. Doch auch unabhängig von der Jahreszeit finde ich diese Metapher doch sehr passend.
Wer frech ist, hat mehr Erfolg. Davon bin ich überzeugt. Denn Menschen lieben emotionale Spannungen, kleine Impulse, die uns aufwecken, an der Realität für eine Nuance zweifeln lassen. Frech zu sein, heißt spielerisch mit seinen Mitmenschen umzugehen und dabei nie Respekt und Wertschätzung außer Acht zu lassen. Denn sich auf den Arm zu nehmen oder sich spielerisch herauszufordern schafft nicht nur eine Verbindung, sondern ist dann am schönsten, wenn beide Gesprächsteilnehmer darüber lachen können.

Gut, das alles ließe sich auch als Flirt bezeichnen. Ja, ich gebe es zu: Wir brauchen mehr Flirts im Leben. So werden die kleinen Momente noch schöner und spontaner. Frech sein lässt sich nicht planen, aber es lässt sich üben. Jeder, der schon allein verreist ist, weiß, wovon ich rede. Eindrücke und Bekanntschaften werden viel intensiver und wir kommen gestärkt zurück. Nicht nur mit dem Wissen, in der Fremde bestehen zu können, sondern auch mit neuen Freundschaften und vielen Geschichten. So wie die Geschichte, die Du auf Deinem Weg weiter schreibst, mit Deinen Akzenten und Impulsen, Dein Lied in Deinem Erfolgsrhythmus.

Gelassenheit erlangen wir dann, wenn wir mit uns im Reinen sind. Uns selbst annehmen und Selbstliebe mit ehrlicher Überzeugung leben. Hierzu leisten Bewegung und Natur einen wichtigen Beitrag, aber auch bewusste Präsenz und Zeit für uns. Gelassenheit kommt auch durch Selbstsicherheit und Vertrauen in die eigene mentale und physische Stärke. Denn das Wissen darüber und positive Erfahrungen daraus, eigene Hürden überwunden und Blockaden gelöst zu haben, setzen enorme Kräfte frei.

Schwächen und Grenzen zu kennen, sorgt für mehr Zufriedenheit und Du beugst Überforderung vor. Gelassen aber nicht gleichgültig. Nur weil Du Deine Schwäche erkennst und akzeptierst, muss das nicht gleich heißen, dass Du Dich derer nicht annimmst. Du darfst an Dir arbeiten und neue Gewohnheiten schaffen. Denn wenn wir Probleme einfach hinnehmen ist das genauso ein Treiber von Unzufriedenheit wie übertriebener Perfektionismus. Arbeite an Dir, hab keine Angst, neue Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen, an ihnen zu wachsen und Du wirst sehen, dass es sich lohnt. Die Erfahrung, Ängste zu überwinden und an Herausforderungen zu wachsen, gibt enorme Sicherheit und Souveränität. Zwei wichtige Zutaten zu einem Mehr an Gelassenheit und Selbstvertrauen.

Falls du es noch etwas bildhafter brauchst, sehr gerne: In Situationen, in denen wir die Wahl haben, zu wachsen und für uns einzustehen, geht es im Wesentlichen nur darum, ob wir bereit sind, etwas riskieren, um die süßen Früchte des Lebens zu genießen, oder ob wir uns treiben lassen und letzten Endes als bedürftiges Fallobst auf dem Boden verfaulen. Klingt provokativ für Dich? Nutze diese Emotion als Impuls für Dich, weiterhin Deine Vorhaben umzusetzen. Oder hättest Du als Kind aufgehört, das Laufen zu üben, wenn Dir jemand gesagt hätte, dass das eine Schwäche sei, die Du auch einfach akzeptieren könntest?!

Du entscheidest zu jedem Zeitpunkt, was Du Dir wert bist. Denn Gelassenheit heißt nicht, eine Alles-ist-egal-Haltung einzunehmen. Bist Du jemand, der aufgibt oder gehst Du mit Zuversicht und Gelassenheit neue Aufgaben an? Wir dürfen uns über manche Dinge den Kopf zerbrechen, aber wir dürfen bei vielen anderen auch gelassen bleiben. Alles beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn Du Dich traust, diesen zu setzen, ergibt sich der Rest oft von allein. Wenn Du regelmäßig in Dich gehst, deine Vorstellungen ordnest und Deinen inneren Kompass dadurch die Möglichkeit gibt, sich neu auszuloten.

Schlagfertigkeit lernen

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